Ihre Umzugsreinigung

Das Jobcenter hat grundsätzlich nicht das Recht Sie zu einem Umzug zu zwingen, wenn Sie in Ihrer Wohnung bleiben möchten. Allerdings kann das Jobcenter Sie dazu auffordern eine günstigere Wohnung zu suchen, um die Kosten zu senken. Wenn Sie sich für diesen Schritt nicht entscheiden sollten, dann müssen Sie den übersteigenden Betrag aus dem Regelsatz selbst tragen. Dies kommt aber bei vielen hilfsbedürftigen Personen in der Regel nicht vor.

Wenn sie als Leistungsbezieher der Aufforderung zum Umzug nicht nachkommen, so drohen Ihnen finanzielle Nachteile. Das Jobcenter wird nämlich die aus Ihrer Sicht unangemessene Wohnung nicht mehr vollständig finanzieren wollen. Sie müssen daher diese Lücke selbst tragen und andere Einnahmequellen einsetzen. Sollten Sie dies aber nicht schaffen, so müssen Sie dem Druck des Jobcenters nachgeben.

Sollen Sie dem Druck nachgeben, so muss das Jobcenter Ihnen eine Übergangsfrist gewähren, wo Sie als Leistungsbezieher weiterhin Anspruch auf die Übernahme der unangemessenen Mietskosten haben. Die Zeit der Wohnungssuche beläuft sich im Regelfall auf ganze sechs Monate. Sie sollten aber in dieser Zeit sich ernsthaft darum bemühen nach einer neuen Wohnung zu suchen. Sie müssen als betroffene Person die entsprechenden Unterlagen führen, um Ihre Bemühungen gegenüber Ihrem Jobcenter dokumentieren zu können.

Wenn Sie umziehen müssen, werden Kosten, die durch eine Doppelmiete nach einem Umzug entstehen, nicht vom Jobcenter übernommen. Sie müssen sich während der Wohnungssuche wie ein wirtschaftlich denkender Mieter verhalten. Das heißt auch, dass Sie versuchen müssen unnötige Kosten zu vermeiden.

Sofern der Umzug auf Betreiben des Jobcenters vorgenommen wird, so sind dem Leistungsempfänger die entstehenden Kosten zu erstatten. Damit die Kostenübernahmen gewährleistet werden kann, muss der Hartz IV Bezieher eine Zusicherung vom alten Jobcenter bekommen.

Wenn Sie nun also umziehen, so müssen Sie wie jeder Mieter sicherstellen, dass die Wohnung richtig übergeben wird. Das heißt auch, dass der Vermieter die Wohnung in dem Zustand wiederfinden sollte wie sie zum Einzug war. Der Leistungsempfänger muss sich also darum kümmern die Wohnung sauber zu machen. Allerdings kann eine gründliche Reinigung nicht von jedem Mieter sichergestellt werden. Ein Umzug ist immer sehr stressig. Sofern der Vermieter die Wohnung aufgrund von Verschmutzungen nicht abnimmt, so kann dies ein großes Problem für den ehemaligen Mieter darstellen. In diesem Fall kann es Sinn machen eine professionelle Reinigungsfirma in Anspruch zu nehmen. Eventuell können die anfallenden Kosten auch vom Jobcenter übernommen werden.